Loving - Katrin Bongard

Montag, 4. Mai 2015




Originaltitel: Loving
Autor/in: Katrin Bongard
Erschienen: Apil 2015 (TB) 8. Januar 2014 (eBook)
Format: Taschenuch
Seitenzahl: 269 Seiten
ISBN: 978-3-8415-0348-0
Preis: € 9,99
Verlag: Oetinger Taschenbuch

Will ich kaufen!

 Mit dem Partyleben an der Schule hat Ella nicht viel zu tun, lieber liest sie und bloggt über Bücher. Als sich ihre beste Freundin Zoe in Luca, den Casanova der Schule, verliebt, kann sie das nicht verstehen- bis sie ihn näher kennenlernt und feststellt, dass er nicht nur extrem attraktiv, sondern auch intelligent und sensibel ist. Sich nicht zu verlieben - einfach unmöglich.
"Ich glaube, ich habe mich in dich verliebt", sagt Luca leise und so erstaunt, als könnte er sich selber nicht glauben. Und mir geht es genauso, denn meine schwärmerischen Gedanken an ihn waren eine Sache, aber dies ist etwas anderes. Erwachsen. Magisch. Unausweichlich."
Das hätte Ella nie gedacht. Dass sie – die sich für Bücher und Buchblogs interessiert – sich ausgerechnet in den coolen Luca verliebt. Luca, den alle Mädchen für den tollsten Jungen der ganzen Schule halten.
Das Buch fand ich ansprechend, weil Ella Bloggerin ist und bis jetzt habe ich kein Buch dieser Art gelesen und das Cover der Taschenbuchausgabe ist auch viel schöner als das andere. :)
"Es schneit."
Ich muss sagen, dass ich mich mit Ella auf einem ganz anderen Level verbunden gefühlt habe, vielleicht weil sie bloggt, vielleicht aber auch, dass wir uns im generellen sehr ähnlich sind. Ich fand jedoch schade, dass sie als typischer Nerd dargestellt und es kam mir vor als würde Bongard den Charakter von Ella auch an ihrem Aussehen fest machen und als wäre ein Mädchen nicht beliebt, solange sie nicht hübsch und eine gute Figur hat, was ich schade finde. 
Ella wurde erst beliebter nachdem sie eine Lasik hatte, also keine Brille mehr trägt, andere Klamotten an hat und ein angeregtes Partyleben führt. Das Bloggen gelangt irgendwie in den Hintergrund, obwohl Ella das für mich besonders gemacht hat.
Ich mag es, dass sie viel Kontakt zu Bloggern hat und dass man auch gut Freundschaften schließen kann (ihr wisst wer sich angesprochen fühlen kann), aber es läuft für mich etwas unvorsichtig und kindlich ab.
Ella ist auch sonst sehr Naiv und legt irgendwie viel Wert auf Sex und dass man sich möglichst früh entjungfern müsste, sonst passiert es gar nicht.
Die Eltern leben konsequent nach dem perfekten Eltern-Guide:


1. dein Kind möchte eine Party feiern? Nur zu, alles ist erlaubt!

2. dein Kind möchte bei einem fremden Jungen schlafen, den du nicht kennst? Wieso nicht?

3. dein Kind möchte zur Buchmesse und bei einer Bloggerin schlafen, mit der sie nicht persönlich kennt und ihr auch nur der Vorname bekannt ist? Natürlich, keine Zeit für bedenken, kauf ihr nur ein 1. Klasse Ticket.

4. dein Kind lädt eine Person bei euch zum Leben ein, ohne dich zu fragen und ohne dass du sie kennst? Aber ja, jeder ist willkommen!



Für mich wirkt es so, als sein die Eltern einfach froh, dass ihre Tochter auch mal ein Leben außerhalb des Zimmers führt und räumt ihnen deswegen jegliche Freiheiten ein. Gefahr? Nicht möglich! 
Luca ist für mich ein interessanter Charakter, er wirkt zuerst so typisch oberflächlich und Macho, aber irgendwie verliert sich das im Laufe der Geschichte und er wirkt ehrlich interessiert an Ella und an dem Bloggen und er schätzt ihre Einzigartigkeit und für ihn was sie schon auffällig als sie eine graue Maus war, jedoch erfahre ich nicht so viel über ihn, wie ich es mir gerne Wünschen würde.
Auch seine Familie, die außergewöhnlich und spannend ist, gerät für mich viel zu sehr in den Hintergrund, genau wie die beste Freundin Zoe, die nur auf ihren Jungs Verbrauch und Oberflächlichkeit reduziert wird, was ich schade finde, da ich glaube, dass mehr dahinter stecken könnte. 
In dem Buch geht es mit der Liebesgeschichte etwas zu schnell voran und ich finde, dass es mehr auf das Körperliche reduziert wird, als auf die Gefühle und Gemeinsamkeiten (haben sie welche? Wer weiß, ich nicht) und irgendwie gibt es da auch viel zu viel Drama. Es gibt das erste Missverständnis, okay, aber nachdem das geklärt ist, kommt es nach zwei Sekunden zum nächsten und ich frage mich, ob das wirklich nötig war.

"Und vielleicht muss man heute weniger darauf achten, sich zu lieben, als darauf, dass man zusammenpasst und die gleichen Interessen teilt. Denn sonst landet man bei einem Mann, mit dem man sich langweilt, wenn die große Verliebtheit vorbei ist." (S. 104)
 
Was ich aber wirklich mochte, war der vergleich mit Stolz und Vorurteil von Jane Austen und das macht das Buch für mich zu was Besonderem. Auch der Schreibstil von Bongard lässt sich flüssig und schnell lesen und es hat mir auch wirklich Spaß gemacht das Buch zu lesen, nur das Ende war für mich nicht so gelungen. Es war viel zu offen und ungeklärt und es wirkte auf mich so, als hätte Bongard einfach keine Lust mehr gehabt das Buch weiter zuschreiben, ein anderes Ende und ich wäre viel glücklicher, denn auch der Endkonflikt wurde für mich viel zu unschlüssig gelöst.

Für mich ist Loving von Katrin Bongard ein nettes Buch für zwischendurch, was durch das Bloggen besonders wird, jedoch geht es mir in dem Buch viel zu sehr um Drama, Oberflächlichkeit und zu wenig um Gefühle. Dazu wäre das Buch mit einem anderen Ende viel ansprechender, aber die Idee der Autorin und der Schreibstil retten das Buch für mich.  
schwache 3 von 5

 Ich danke dem Oetinger Verlag füt die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Die 5. Welle - Rick Yancey

Dienstag, 7. April 2015




Originaltitel: The fifth Wave
Autor/in: Rick Yancey
Erschienen: 14. April 2014
Format: Hardcover
Seitenzahl: 480 Seiten
ISBN: 978-3442313341
Preis: € 16,99
Verlag: Goldmann

Will ich kaufen!


Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ...
Zu diesem Buch kam ich hauptsächlich durch Lori und ich muss sagen, dass ich mich auf das Buch im Voraus mehr gefreut habe, als es das Buch für mich eigentlich wert war, aber auf die Verfilmung bin ich trotzdem gespannt. :)
"Es wird kein Erwachen geben."
Ich möchte mich jetzt direkt am Anfang gleich mal dafür entschuldigen, dass die Rezension so kurz ist aber irgendwie kann ich zu dem Buch nicht so viel sagen, es war nicht einer meiner Favoriten, es war einfach durchschnittlich und deswegen fällt mich nicht so viel ein, was ich zu dem Buch sagen kann, was wohl auch daran liegt, dass Aliens mich wohl nie wirklich ansprechen werden. :D

Ich glaube auf irgendeine Weise wurde ich zu diesem Buch gedrängt *Blick zu Lori* und beim ersten Lesen war ich einfach mega verwirrt. Immer kamen diese plötzlichen Personenwechsel und da es nicht angekündigt habe ich nicht verstanden was da eigentlich passiert und ich habe lange gebraucht bis ich mich daran gewöhnt hatte aber danach kam ich damit ganz gut zurecht.

Ich habe über das Thema Aliens noch kaum etwas gelesen also war ich gespannt wie es umgesetzt wird aber ich muss gestehen, dass der erwartete Hype ausblieb.

Da gibt es einmal Cassie, über deren Vergangenheit man nach und nach alles erfährt und so auch versteht wie es zu der Übernahme der Erde kam. Ihre Verzweiflung und Misstrauen kommt durch den Schreibstil von Rick nur zu gut rüber und sie nähert sich in realistischen kleinen Schritten ihrem Retter, was ich wirklich gut fand.

Danach folgt die Perspektive des Verfolgers und auch nur ganz langsam (aber für mich zu offensichtlich) kommen immer mehr Geheimnisse an das Licht.

Die dritte große Perspektive handelt von Ben, Casssies erstem Schwarm und offenbart was mit anderen passiert, die nicht so viel Glück wie Cassie hatten und entkommen konnten.

Ich muss an dieser Stelle das Offensichtliche wohl nicht mehr verstecken, es ist von Anfang an so offensichtlich, dass es weh tut. Ich sage nur eins: Liebes-Dreieck!!

Ich fand die ersten Abschnitte des Buches recht langweilig und nicht außergewöhnlich und anderweitig erwähnenswert, man erfährt zwar alles Notwendige für die Geschichte aber wirklich toll war es nicht.

Was mir dafür umso mehr gefallen hat, war der Show-Down am Ende und ich muss sagen, dass es das Buch in meiner Perspektive um einiges besseres gemacht hat, hätte es das Ende nicht gewesen, wäre "Die 5. Welle" wohl nicht mal mehr im Mittelfeld.
 Die 5. Welle war für mich ein Buch, das dem Hype für mich nicht gerecht wird. Es ist nicht schlecht und der Schreibstil von Yancey ist auch recht überzeugend aber der Perspektivenwechsel hat mich einfach zu sehr genervt und auch sonst war das Buch nicht außergewöhnlich genug um eins meiner Highlights zu werden aber trotzdem bin ich froh es gelesen zu haben und es hat mir ein paar recht schöne Lesestunden beschert.
3 von 5

Mein Dank gilt dem Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

Everflame - Josephine Angelini

Sonntag, 19. Oktober 2014




Originaltitel: Trial by Fire
Autor/in: Josephine Angelini
Erschienen: 14. September 2014
Format: Hardcover
Seitenzahl: 480 Seiten
ISBN: 978-3791526300
Preis: € 19,99
Verlag: Dressler

Will ich kaufen!

Liebe schmerzt. Welten kollidieren. Feuer tötet. Feuerrote Locken, unglücklich verliebt und so ziemlich gegen alles allergisch, was es gibt: Lily Proctor ist 17 und die Außenseiterin an der Highschool von Salem. Lily wünscht sich nichts mehr, als von hier zu verschwinden - und findet sich in einem furchterregenden anderen Salem wieder, in dem mächtige Frauen herrschen. Die stärkste und grausamste dieser »Crucible« ist Lillian - und Lily wie aus dem Gesicht geschnitten. Sind Lilys Allergien und Fieberschübe tatsächlich magische Kräfte und ist sie selbst eine Hexe? In einem Strudel aus gefährlichen Machtkämpfen und innerer Zerrissenheit, begegnet Lily sich selbst - und einer unerwarteten Liebe. Ein mitreißender Pageturner mit starken Gefühlen: schicksalhafte Entscheidungen, Magie, Spannung und Liebe mit einer Heldin zwischen zwei Männern, zwei Welten und zwei Identitäten.
Nach der Göttlich-Reihe war ich wirklich gespannt auf Josphine Angelinis neues Buch, zwar war es anders als die Reihe zuvor, aber ich muss sagen, dass ich die neue Reihe jetzt schon besser finde.
"Schon auf dem Weg zur Mädchentoilette raffte Lily Procetor ihre widerspenstigen Haare zusammen."
Es beginnt mit der typischen Protagonistin, 17, unbeliebt und irgendwie anders. Dann ist sie noch unglücklich verliebt und sie wünscht sich nichts sehnlicher als von Salem zu verschwinden. Tada. Es passiert.

Und anstatt komplett verwirrt oder verängstigt zu sein geht man mal erkunden. Also ich hätte auf jeden Fall das gleiche getan und dann trifft man auf seinen Doppelgänger und der erste Gedanke: Weg rennen. Okay, noch verständlich aber irgendwo hinlaufen wo ich mich nicht auskenne? Nah, intelligent ist was anderes. Und dann wird man verfolgt? Nun gut, die Geschichte muss ja irgendwie eine Handlung bekommen.

Dann ist da Rowan und schon beim ersten Lesen des Namens weiß man, jupp, der wird es sein. Wieso lässt man dann noch so einen Hass und ein Misstrauen aufkommen? Ich fand es irgendwie störend, aber wer es mag, trotzdem bin ich froh, dass sie sich von der unglücklichen Liebe gelöst hat und Rowan näher kommt, ich mag ihn irgendwie. :D

Und dann ist da Tristan, der Doppelgänger der verkannten Liebe aus Welt 1. Aber man muss Josephine Angelini an dieser Stelle zu Gute halten, dass sie kein Liebesdreieck draus gemacht hat, obwohl ein Interesse nicht zu verkennen war. :D

Ich hab an dem Buch geliebt, dass Magie irgendwie so logisch erklärt wurde und nicht einfach so nach dem Motto: "Hier ist die Magie, Take it!". Ich fand es schon fast so realistisch, dass ich gedacht habe: "Wow, daran könntest du auch glauben."

Dann hat mich das Beanspruchen von Leuten so gestört, ich meine zuerst ist Lily voll dagegen und weigert sich, dann kommt Person 1, Notsituation. Okay. Person 2, einfach so, aber es sind ja immerhin nur 2. Ganze Armee,ich meine, klar sie haben es gebraucht, aber ist dann nicht die Gefahr groß, dass sie die Kontrolle verliert und wieso musste man es dann am Anfang als so großes Ding darstellen, wenn sich am Ende eh die meisten der erst besten Person (aus einer anderen Welt) hingeben und das nur weil sie gegen den Bösweicht kämpft? Nie was von Spionen gehört? Gesundes Missvertrauen? Nicht anwesend!

Das Ende hingegen war phänomenal. Es hat sich langsam gesteigert und dann zum Finale und es war genial. Nur das Ende. Wie ich Cliffhänger hasse!!!!

Eine intressante Grundidee, die mit einigen Schwachstellen solide umgesetzt wurde. Ich kann es kaum erwarten bis Band 2 raus kommt und ich endlich weiß, wie es nach diesem fiesen Ende weiter geht.
 Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Dressler Verlag.