Vernichtet - Teri Terry

Mittwoch, 9. Juli 2014




Originaltitel: Shatterd
Autor/in: Teri Terry
Erschienen: 2. Juli 2014
Format: Hardcover
Seitenzahl:  376 Seiten
ISBN: 978-3-649-61185-1
Preis: € 17,95
Verlag: Coppenrath

Will ich kaufen!

Kann alles, an das du geglaubt hast, eine einzige Lüge sein?

Kylas Leben ist einmal mehr in größter Gefahr, als Nico einen hinterhältigen Anschlag auf sie ausübt. Auf der Flucht vor dem skrupellosen Anführer von Free UK, der für Kyla inzwischen zu einem unberechenbaren Gegner geworden ist, sucht sie Unterschlupf bei ihren Freunden von MIA. Dort kann sie mit neuer Identität untertauchen und aus dem Blickfeld der Lorder und der Terroristen verschwinden.
Sich in Sicherheit wähnend, kreisen Kylas Gedanken wieder mehr um ihre Kindheit, und Stück für Stück kommen Erinnerungsfetzen an Lucy und ihre Eltern zurück. Als Kyla endlich ihre Mutter kennenlernt, erfährt sie, wer sie als Kind wirklich war. Doch wieso hat ihr Vater sie damals freiwillig den Terroristen übergeben? Und welch dunkles Geheimnis verbirgt sich hinter ihrer Familiengeschichte?
Alleine weil es sich um Teil 3 von Gelöscht handelt, habe ich mich tierisch darauf gefreut Teil drei endlich zu lesen und als ich es dann endlich hatte, habe ich erstmal Platz in meinem viel zu überfüllten Regal gemacht und es zu den beiden anderen Teilen gestellt und ich finde, dass es unglaublich schön mit den anderen Teilen aussieht und ja, es ist perfekt. *-*
 "Von außen macht es nicht viel her."


Ich muss an dieser Stelle meiner Rezension schon mal den ersten traurigen Punkt an den Tag bringen: Die Gelöscht-Reihe ist damit beendet und ich weiß, dass alles ein Ende hat, trotzdem habe ich mich wirklich in diese Reihe verliebt.

Und ich habe einen Fehler gemacht bevor ich vernichtet gelesen habe, denn ich habe keinen reread gemacht und brauchte deswegen ein ganzes Kapitel ( + eine Google suche) um herauszufinden wer Aiden ist, also rate ich allen von euch, dass ihr Gelöscht und Zersplittert noch gut in Erinnerung habt. :)

Ich kam ansonsten relativ leicht in die Geschichte rein und am Meisten habe ich mich darauf gefreut, dass all die blöden Fragen aus den vorherigen Teilen geklärt werden, ich meine, das waren echt viel Fragen!

Also, wir starten in die Geschichte, als Kyla (die in dem Buch so oft den Namen wechselt, dass selbst die Autorin nicht weiß, wie sie die ansprechen soll) zu ihrer leiblichen Mutter fährt und sie ist gar nicht wie man sie sich vorgestellt hat und ich wollte gar nicht wahrhaben, dass sie die leibliche Mutter ist, aber je mehr man über Kyla, ihre Eltern und Großmutter erfährt, desto mehr tat sie mir einfach leid, aber ich kann diese ganze verzwickte Situation nur mit einem Wort beschreiben: SPANNEND und unerwartet und der letzte Hammer der den Leser am Ende erwartet haut einem wirklich um, und es bleibt wirklich unerwartet und trotzdem irgendwie logisch.

In dem Buch dreht es sich jedoch nicht nur um Kyla und ihre Familie, sondern ums Slaten und auch hier kommen weitere Neuheiten auf, die das ganze Buch noch spannender machen und ich es gar nicht aus der Hand legen konnte, aber das Ende war wirklich unglaublich und so unerwartet und ach, ich schwärme. :D

Dann kommt eine Sache, die ich an vielen Bücher nicht mag, dass uns allen sehr bekannte Liebesdreieck, ich meine wirklich? Wer erlebt das so? Aber egal, hier geht es um Kyla, Aiden und Ben, der nicht wirklich da ist, aber nun ja. Ich finde die Auflösung gelungen und irgendwie auch schön und traurig, es war aber die realistischste Lösung. :)

Zu Ben muss man sagen, dass mir seine ganze Entwicklung im Buch nicht gefallen hat. Er war nicht mehr Ben aus Teil 1, er war mir unsympathisch und irgendwie schleimig und ich habe nicht verstanden wieso Kyla immer noch so begehrt hat, ich meine, in Band 1 mochte ich ihn auch noch richtig gerne, in Band 2 war er nicht da und in Band 3 dachte ich mir einfach nur so: "Näh, ohne mich!", was vielleicht nur an mir liegt, trotzdem hatte ich kein gutes Gefühl bei ihm und deswegen hatte ich schon einen Wunsch, wie das Liebesdreieck aufgelöst werden sollte, trotzdem war es nicht so wie ich es mir gedacht habe, und genau das liebe ich so an dieser Reihe. Nie ist etwas so wie man es sich gedacht hat und nie kann man sich absolut sicher sein.

Das letzte Kapitel war wirklich schön und ein passender Abschluss für die Trilogie und all die Fragen haben sich geklärt, manche auf eine schöne Weise, manche tragisch und manche nicht so wie ich es mir vorgestellt habe. Aber trotzdem unglaublich gut.
Ich glaube, dass es einer der besten letzten Bände ist, die ich bis jetzt gelesen habe, da es spannend blieb und es nicht rüber kam, als wolle man einfach nur Geld machen, sondern als hätte die Geschichte den dritten Band wirklich gebraucht und ich finde auch, dass die Geschichte für mich wirklich gut war und sie zu einer meiner besten Buchreihen gehört. Ich lasse die Buchreihe mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück und bin ansonsten auch rund um zufrieden.
Liebling!

Vielen Dank an den Coppenrath Verlag für das Exemplar von "Vernichtet".

Ich und Earl und das sterbende Mädchen - Jesse Andrews

Dienstag, 8. Juli 2014




Originaltitel: Me and Earl and the dying girl
Autor/in: Jesse Andrews
Erschienen: 30. September 2013
Format: Hardcover
Seitenzahl: 304 Seiten
ISBN: 978-3453267848
Preis: € 14,99
Verlag: Heyne

Will ich kaufen!

 
Was Greg mag: sich in der Schule so unauffällig zu verhalten, dass er nahezu unsichtbar wird. Gelegentlich mit seinem Freund Earl einen Film zu drehen. Seine Ruhe. Was er nicht mag: die Idee seiner Mutter, der todkranken Rachel beizustehen. Womit er nicht gerechnet hat: Rachel selbst, die keinen braucht, der sie bemitleidet, und die ihre ganz eigene Vorstellung von jenen Tagen hat, die ihre letzten sein könnten …

Die Taktik des siebzehnjährigen Greg ist ganz klar: Sich möglichst aus allem raushalten, so übersteht man die Highschool-Jahre am besten, ohne in irgendeiner unliebsamen Clique zu stranden. Einzig mit dem zynischen Earl ist Greg befreundet – wobei »befreundet« es nicht ganz trifft. Earl und er haben vielmehr ein gemeinsames Projekt. Sie drehen Filme, in denen sie den Klassikern der Filmgeschichte nacheifern. Als Gregs Sandkastenfreundin Rachel an Leukämie erkrankt und Greg sich »um sie kümmern« soll, sieht er nur eine Chance, dem Auftrag nachzukommen und gleichzeitig seinen Prinzipien treu zu bleiben: Greg und Earl drehen einen Film für Rachel. Und irgendwann währenddessen kommt Greg dann doch aus der sicheren Distanz hinter der Kamera hervor und nimmt von Rachel Abschied …
Ich finde das Cover vom Buch genau so gelungen wie das Englische und ich finde, dass es auch zum Buch passt. Da ich die Inhaltsangabe gelesen habe, und des kein normales "Krebsbuch" sein soll, war ich sehr gespannt, wie sich das Buch entwickeln wird.
"Ich habe keine Ahnung, wie ich dieses bescheuerte Buch schreiben soll."
Mein erster Gedanke bei dem Buch: Wow, es ist mal was anderes, was neues, und der Schreibstil, daran könnte ich mich gewöhnen (im positiven Sinne). Aber nach und nach ließ meine Begeisterung nach, was sich daran liegt, dass ich nicht weiter kam in der Geschichte und ich Greg gar nicht mal so sympathisch fand und die Unterhaltungen zwischen Greg und Earl einfach geschmacklos waren. Ich glaube auch, dass Greg einer ist, der mit seiner Erscheinung locker umgeht, aber zu locker und damit zeigt, dass er mit sich selbst gar nicht zufrieden ist, und das war der Hauptgrund, wieso ich ihm gegen Ende einfach nur anstrengend fand.

Auch wenn am Anfang gesagt wird, dass das kein normales Krebsbuch ist, hätte ich mir mehr über das sterbende Mädchen gewünscht, als über das gar nicht mal so spannende Leben von Greg. Irgendwann hat im Buch die wirkliche Handlung aufgehört und man ist nur auf der Stelle rumgetreten, dennoch was dies manchmal sehr unterhaltsam und diese Lesemomente habe ich sehr genossen, doch ich muss ehrlich gestehen, dass ich ab der Mitte des Buches erst mal eine Lesepause gemacht habe, die nicht sehr lange gedauert hat, aber lange genug, um das Geschehen im Buch zu verarbeiten, was schon davon zeugt, dass ich das Buch gar nicht mal so toll fand.

Mir kam es so vor, als wäre das kranke Mädchen gegen Ende vergessen wurde und im letzten Kapitel wurde ihr einfach mal ein Abschnitt gewidmet, was meiner Meinung nach, leider ein bisschen zu wenig war und einem dann viel mehr versprochen wurde, als man dann am Ende bekommen hat. Ich hätte wenigstens am Ende mehr über sie erfahren und vielleicht ein bisschen über ihre Gefühle, Ängste und Sorgen, trotzdem fand ich die "Freundschaft" irgendwie gut, ein bisschen eigenartig und schwierig aber trotzdem gut und ich weiß nicht ob sie die Filme wirklich gut fand, aber alleine das sie gesagt hat, dass sie diese gut findet, finde ich unglaublich süß und ich mag es, dass Greg vom Gruppenhüpfer zu einer festen Gruppe gewechselt ist und das nur dank Rachel.

Das Greg oft über sich redet und zum Beispiel über seine Erfahrung mit Mädchen, fand ich anfangs wirklich gut und ich hatte Spaß dran, aber irgendwann hat es angefangen mich zu nerven, weil (wie ich glaube schon mal gesagt habe) die Geschichte einfach stehen blieb und ich mir irgendwann einfach gewünscht habe, dass das Buch vorbei ist, egal wie grauenhaft das jetzt klingen mag.
Ein Buch von dem ich mir viel mehr erhofft habe, aber bitter enttäuscht wurde. Es ging nicht wirklich um das Mädchen, sondern hauptsächlich um Greg, Greg und nochmals Greg. Manchmal war ich auch kurz in Versuchung Gregs Rat zu befolgen und das Buch einfach abzubrechen. Da ich am Anfang trotzdem sowas wie ein Lesevergnügen hatte, gebe ich gut gemeinte 2 Punkte.
2 von 5

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Exemplar von "Ich und Earl und das sterbende Mädchen."

Anna und Anna - Charlotte Inden

Dienstag, 10. Juni 2014




Originaltitel: Anna und Anna
Autor/in: Charlotte Inden
Erschienen: 29. Juli 2013
Format: Hardcover
Seitenzahl: 176 Seiten
ISBN: 978-3-446-24172-5
Preis: € 12,90
Verlag: Hanser

Will ich kaufen!

Anna und Jan verbindet eine tiefe Freundschaft. Doch dann verliebt sich Anna in Jan, und der zieht auch noch ganz weit weg. Zum Glück gibt es Großmutter Anna, die nicht nur genauso heißt, sondern auch genau weiß, wie es sich anfühlt, wenn einem plötzlich etwas fehlt. Als endlich der ersehnte Brief von Jan eintrifft, ist Oma Anna die Erste, die davon erfährt. Und Enkelin Anna ist die Einzige, mit der ihre Großmutter über Henri spricht, den mysteriösen Unbekannten, dem sie die ganze Zeit Briefe schreibt, die sie aber nie abschickt. Kann es Zufall sein, dass Jan und Henri beide in Amsterdam wohnen? Ein wunderschönes Jugendbuch, das von der Liebe und dem Erwachsenwerden erzählt.
Das Cover ist unglaublich schöb und auch das Buch von Innen ist wunderbar gestaltet, jedes Cover ist anfangs wunderschön gestaltet und die Schrift ist blau und das war am Anfang wirklich ungewohnt.
"Ich wurde mit zwei Beinen geboren."
Ich fand den Schreibstil anfangs ungewöhnlich und habe eine Zeit lang gebraucht um mich in die Geschichte hineinzufinden doch mit der Briefform kann man eigentlich fast nie was falsch machen und bringt einem die Geschichte viel näher, und aus verschiedenen Perspektiven, als wenn es nur von einer Person erzählt wird.

Die Geschichte beginnt damit, dass die Großmutter ihr eines Bein verloren hat und diesen Verlust noch nicht verarbeitet hat.

Während man viel von der kleinen Anna erfährt, bekommt man auch nach und nach die schöne Geschichte der Oma mit und ich fand diese glaube ich noch viel besser als die eigentliche Geschichte.

Die Beziehung zwischen Anna und Anna ist was ganz besonderes und ich fand es unglaublich süß, wie Anna ihrer Oma geholfen hat mit dem Verlust ihres Beines zurecht zu kommen und sie ihr heimliches Brieffach hatten und die Oma immer für Anna da war und man in den Briefen klar den Unterschied zwischen den beiden bemerkt hat.

Die kleine Anna war unruhig, wild und voller Leben, während die große Anna bedacht, weise und reif rüberkam, was bei dem Altersunterschied nicht verwunderlich ist und trotzdem passten sie zusammen, als gäbe es keinen anderen Weg.

Die Liebe zwischen Anna und Jan fand ich unglaublich authentisch, süß und es hatte den perfekten Hauch von Romantik und trotzdem irgendwie auch tragisch und ich habe mir nichts sehnlicheres als ein Happy End gewünscht und die große Anna stand ihr so großartig zur Seite und man hat bemerkt, dass trotz all der Zeit die verging, dass Anna und Jan für einander geschaffen sind.

Die Liebe zwischen der Oma und Henri fand ich tragisch und ich konnte den Zwiespalt von Anna verstehen und ich fand es unglaublich schön, als sie versuchte, die Fehler die sie bei ihrer Tochter machte, bei ihrer Enkelin besser zu machen und das Ende war unglaublich traurig, aber dennoch schön, aber dann wieder traurig und wunderbar offen und der letzte Brief an Henri hat mir Tränen in die Augen getrieben.

Und auch wenn das Buch gar nicht mal so lang war und für meine Verhältnisse nur eine kleine Geschichte nebenbei war, hat Charlotte Inden es geschafft eine Geschichte voller Drama und Liebe und Schönheit auf so wenig Seiten zu verfassen und keine Zeit für Langeweile gelassen und mich ganz und gar verzaubert.

Eine Geschichte die wunderschön authentisch war und einen trotzdem zum träumen brachte und einen in die verschiedenen Zeiten brachte. Ich habe beide Annas gemocht und für beide hat mein Herz geschlagen. Das Ende war wunderschön und traurig und besser hätte es Charlotte Inden nicht machen können.
4 von 5

Vielen Dank an die Bereitstellung des Rezensionsexemplars an den Hanser Verlag.