Interview mit Barbara Zoschke

Dienstag, 27. August 2013

Quelle: Barbara Zoschke schreibt
Das ist mein erster persönliches  Interview mit der Jugend-/Kinderbuchautorin Barbara Zoschke in Köln und ihr könnt euch sicher vorstellen wie aufgeregt ich vorher war, aber es lief alles wunderbar und es hat unglaublich viel Spaß gemacht. :)

Über Barbara Zoschke

  • geboren 1964
  • 1983 Abitur
  • 1985 Studium in Siena (Italien)
  • 1986 Studium in Clermont-Ferrand (Frankeich)
  • 1989 M.A. in Köln
  • 1990 Verlagsvolontariat
  • 1991 - 1998 Redakteurin fest & frei
  • seit 1998 Kinder- und Jugendbuchautorin und Referentin für Kreatives Schreiben
  • 2002 Schulschreiberin des Landes NRW
  • 2002, 2005, 2008 Arbeitsstipendiatin des Landes NRW
  • seit 2013 Lese- und Literaturpädagogin (BVL)
  • lebe mit meiner Familie in Köln
  • engagiere mich als Mitglied von jugendstil und mit zahlreichen Projekten für die Leseförderung
(Quelle: Barbara Zoschke schreibt)

Das Interview


Frage: Wann haben Sie den Beruf Autorin für sich in Betracht gezogen?
Erst als ihr erstes Buch 1995 erschienen ist.

Frage: Wie sind Sie auf den Beruf Autorin gekommen?
Barbara Zoschke hatte damals viel geschrieben und war zu dieser Zeit im Möwe Verlag angestellt, dort lernte sie eine Lektorin kennen, der ihre erste Geschichte "Wilma Wolkenschwein" gefallen hatte und es passte auch perfekt für dem Lesefant (eine Leseleiter bei Loewe).

Frage: Wiese haben Sie sich dafür entschieden Jugend-/Kinderbücher zu schreiben?
Es war keine bewusste Entscheidung, ihr fielen einfach mehr Geschichten für Kinder und Jugendliche ein.

Frage: Was mögen Sie an Ihrem Beruf am liebsten?
Barbara Zoschke liebt die Freiheit (sie kann sich ihre Zeit selber einteilen), sie kann sehr viel selbst bestimmen, und das macht sie glücklich und zufrieden.

Frage: Welches Ihrer selbstgeschriebenen Bücher mögen Sie am liebsten?
Flanke ins Weltall und Supercat

Frage: Wie bereiten Sie sich auf ein neues Buch vor?
Barbara Zoschke geht vor einem Buch viel spazieren und dabei denkt sie nach. Sie macht sich immer Notizen in ein kleines Buch, das sie immer dabei hat und dann wird erst mal gesammelt.

Frage: Wie ist es zu der Zusammenarbeit mit Sabine Rahn gekommen?
Die beiden Autorinnen kennen sich seit 1990 durch ein Volontariat im selben Verlag und danach blieben sie im Kontakt und wurden Freundinnen.

Frage: Wie lief die Zusammenarbeit ab?
Sie haben sich drei Wochenenden lange getroffen, an denen sie bis spät in die Nacht gearbeitet haben. An diesem Wochenende haben sie am Plot gearbeitet und ausgelost wer das erste Kapitel schreibt. Nachdem das erste Kapitel geschrieben wurde, wurde es der anderen Autorin zugeschickt, die dieses dann überarbeitet hat und das nächste Kapitel geschrieben hat. Irgendwann waren Sabine Rahn und Barbara Zoschke so eingespielt, dass sie beide ein Kapitel geschrieben haben (z.B. 5 & 6), da sie wussten, was in diesem Kapitel vorkommen soll.

Frage: Wie sind Sie auf die Idee von "Caroline - total feerückt" gekommen?
Barbara Zoschke und Sabine Rahn wollten ein Buch über ein Mädchen in der Pubertät schreiben, fanden aber gut, das Buch nicht realistisch zu gestalten. Sie sollte statt Busen etc. Feeneigenschaften bekommen.

Lieblingsbuch: Madame Bovary von Gustave Flaubert
Lieblingsautor: Ian McEwan
Lieblingsort zum Lesen: mein Bett
Lieblingsgetränk: Wasser
Lieblingsland: Deutschland
Lieblingsessen: Penne Arrabiata
Lieblingsfarbe: Blau
Hobbys: Laufen, Lesen, Theater, Film, Tanzen, Yoga
Was möchten Sie noch erleben: dass Bücher bleiben und es nicht nur Ebooks geben wird.
Was können Sie selber über sich sagen: Ich bin sehr geduldig und ausdauernd, meine Freundinnen sind mir sehr wichtig und ich brauche Bewegung, denn sonst werde ich schlecht gelaunt. Ich reise lieber in Gedanken. 

So nah und doch so fern - Ann Brashares

Sonntag, 25. August 2013

Originaltitel: My Name is Memory

Übersezter/in: Sylvia Spatz

Erschienen: 10. Juni 2013

Format: Klappenbroschur

Seitenzahl: 368 Seiten

ISBN: 978-3-570-58517-7

Preis: € 14,99

Verlag: carl's books

Nur ganz wenige Menschen verfügen über die Gabe, sich an ihre früheren Leben zu erinnern. Daniel ist einer von ihnen. Sein Gedächtnis reicht viele Jahrhunderte, viele Leben zurück – und er erinnert sich an eine junge Frau, die er einst unglücklich geliebt hat. Nach jeder Rückkehr in eine neue Existenz begibt er sich auf die Suche nach ihr, bis er im heutigen Virginia auf Lucy trifft. In ihr erkennt er seine schicksalhafte Liebe wieder. Für Lucy aber ist Daniel ein völlig Fremder, auch wenn sie sich auf unheimliche Weise zu ihm hingezogen fühlt. Und beide ahnen nicht, dass ein dunkler Schatten aus der Vergangenheit ihre gemeinsame Zukunft bedroht.
Ergreifend erzählt Ann Brashares die Geschichte einer magischen Liebe, die alle Zeit und Widerstände überdauert, und eröffnet dabei einen ganz eigenen, faszinierenden Blick auf Tod und Wiedergeburt.
Ich liebe das Cover, es ist einfach wunderschön und eins der schönsten, die ich bis jetzt besitze.
 "Ich lebe seit mehr als tausend Jahren."


Die Geschichte von Daniel ist tragisch, zwar hing er meiner Meinung nach ein bisschen zu sehr an Lucy, aber irgendwie fand ich die Gefühle die er für Lucy hegt rührend. Die Passagen, in denen Daniel aus seiner Vergangenheit erzählt hat mochte ich besonders gerne, denn in der Gegenwart hat sich alles so ewig lange hingezogen, klar, er wollte sie nicht bedrängen, aber irgendwie war von vorne rein klar, diese beiden gehören zusammen und umso tragischer fand ich, was sich dieser Liebesgeschichte, die sich über so viele Leben zieht, in den Weg stellte. Es schien mir so, als wäre ihnen das Glück vergönnt.
Ich mochte den Schreibstil sehr und durch den Erzähl-Form-Wechsel bekam man das Gefühl, dass Daniel seine Geschichte wirklich erzählt und das hat die Geschichte irgendwie so echt gemacht. Ich habe keine Sekunde an den Gefühlen von Daniel gezweifelt und auch das Lucy Daniel von Anfang an mehr als nur gern hat, fand ich nach einer Zeit auch nicht komisch, denn es muss so sein, sie gehören zusammen.
Daniel ist aber sehr selbstkritisch, kann die Vergangenheit nicht ruhen lassen und würde alles für Lucy machen und ich habe das ganze Buch über gehofft, dass sie doch irgendwann zusammen sein können, so wie sie es schon in ihrem ersten gemeinsamen Leben hätten sein sollen.
Dann kam noch die Sache mit Daniels Bruder und irgendwie war diese ziemlich früh vorhersehbar, aber selbst das fand ich nicht schlimm, es hat dem Buch etwas Spannung verliehen.
Die Idee mit der Wiedergeburt fand ich interessant und jeder der Punkte, die neu dazu kamen, waren in sich logisch und wer weiß, vielleicht gibt es wirklich die Wiedergeburt.
Ich hoffe wirklich sehr, dass es einen zweiten Teil geben wird, denn das Ende vom Buch konnte mich in keiner Weise zufrieden stellen, da das Ende zu offen war. Mir bleibt also nichts anderes übrig, als zu hoffen.
Ein Buch über Liebe, die mehr ist als man sich vorstellen kann, die so viel stärker ist, dass sie sogar den Tod überlebt. Mich konnte Idee und die Umsetzung überzeugen und ich habe es genossen, das Buch zu lesen.
5 von 5
 Ich möchte mich ganz herzlich beim carl's books Verlag für das Rezensionexemplar von "So nah und doch so fern" bedanken.

Erschienen: 28. Dezember 2012

Autor/in: Ann Brashares

Seitenzahl: 384 Seiten

Format: Taschenbuch

ISBN: 978-1594485312

Preis: € 6,00

Verlag: Riverhead Trade

Und alle so Yeah! - Rebecca Martin

Freitag, 23. August 2013


Autor/in: Rebecca Martin

Erschienen: 21. August 2012

Format: Broschiert

Seitenzahl: 190 Seiten

ISBN: 978-3-8321-6210-8

Preis: € 8,99

Verlag: Dumont

Elina ist neunzehn Jahre alt und hat alle Möglichkeiten dieser Welt. Sie hat gerade ihr Abitur hinter sich gebracht, sehr viel Geld mit ihrem ersten Roman verdient und niemanden mehr, der ihr etwas vorschreiben kann. Aber es gibt ein Problem, mit dem sie nicht allein ist: Sie hat überhaupt keine Ahnung, was sie mit ihrem Leben anstellen soll. Und so lässt sie sich treiben. Von einer Party zur andern, von Gin zu Kokain, von Berlin über Heidelberg in die Schweiz. Immer begleitet von ihrem älteren Bruder und der großen Frage: Und jetzt so?
Rebecca Martin hat einen Roman geschrieben, der viel mehr ist als eine Coming-of-Age-Geschichte. Es gelingt ihr, das einfühlsame Porträt einer gehypten Bestsellerautorin zu entwerfen, die in Wahrheit ein ganz normales Mädchen ist. Und alle so yeah fängt das Lebensgefühl einer Generation ein, die verzweifelt auf der Suche nach einer Aufgabe ist.
Vielleicht fand ich den Inhalt so spannend, weil ich selber in drei Jahren Abitur mache und bis jetzt auch noch keine Ahnung habe, was danach kommt, vielleicht hat es mich einfach interessiert, so genau weiß ich das auch nicht mehr. Aber es spielt auch keine Rolle.
 "Wenn erwachsen werden bedeutet, Träumen beim Zerrinen zuzuschauen, dann ist es keine schöne  Beschäftigung." 

Elina kommt mir die ersten seine sehr einseitig vor. Sie trinkt und raucht viel und am nächsten Morgen kotzt sie und das so gut wie jeden Tag. Die ersten Seiten gibt es so gut wie keine Handlung, Elina weiß nicht was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Jeden Vormittag bis Nachmittag tut sie nichts besonderes und abends geht sie wieder ins goodbye, wo der Freund von ihrem Bruder Jasper arbeitet. Wir können uns jetzt sicher denken, was dann passiert. Richtig, Elina fängt was mit Tim an aber trotzdem ändert das nicht viel an Elinas Alltag. Nur irgendwann als Elina mit Jasper auf eine Reise geht wird das Buch besser, endlich verändert sich was bei Elina und am Ende weiß Elina sogar was sie möchte. Dann kommt noch die Vergangenheit von Elina dazu, wie sie von Lesung zu Lesung reist und von ihrem ersten Roman erzählt und das ihr dass ganze ein bisschen zu viel war und dass sie das Geld was sie hat gar nicht mehr haben möchte und man könnte meinen, dass es sich genau so um Rebecca Martin handeln könnte. Das Ende war wiederum ziemlich offen und da hätte ich an manchen Stellen gerne mehr Klarheit gehabt und ich fand des schade, das es so wenig Handlung gab und das Elina an manchen Stellen wirklich einseitig war, aber dafür macht sie sich die gleichen Sorgen wie ich, wenn es um die Zukunft gehr. Was kommt danach? Und das hat Elina so echt gemacht, nicht künstlich und vor allem nicht perfekt, und ich glaube, dass es das war, was mir am Buch gefallen hat.
Ein Buch über ein Mädchen, das nicht weiß, was es mit ihrem Leben anfangen soll und ihre verzweifelte Suche nach einer Lösung. Zwar hat mich das Buch nicht komplett überzeugt, aber trotzdem war es eine nette Unterhaltung.
3 von 5
Ich möchte mich ganz herzlich beim Dumont Buchverlag für das Rezensionsexemplar von "Und alle so yeah" bedanken.